Emmi Care stärkt das Vertrauen zwischen Schwangeren und ihrem Versorgungsteam, um eine traumainformierte Versorgung rund um Schwangerschaft und Geburt zu ermöglichen. Gleichzeitig schaffen wir Orientierung für Hebammen, Ärzt:innen und Pflege-Teams, um diese Signale im Versorgungsalltag zu erkennen und achtsam darauf einzugehen.
Wir suchen Kliniken, Praxen und Partner:innen, die traumainformierte Versorgung gemeinsam mit uns erproben und behutsam weiterentwickeln möchten.
Frauen erleben einen Aspekt der Geburt als traumatisch.
Ayers et al., 2016
Frauen erlebt eine psychische Erkrankung in der Perinatalzeit.
Howard & Khalifeh, 2020
Frauen pro Jahr in Österreich mit erhöhtem Retraumatisierungsrisiko.
AIHTA Nr. 151, 2023
Belastende Erfahrungen können es erschweren, sich im eigenen Körper und in der Begegnung mit Fachpersonen sicher zu fühlen.
Belastende Erfahrungen werden spürbar: Traumatische Erlebnisse können in der Schwangerschaft plötzlich wieder auftauchen.
Untersuchungen fühlen sich unsicher an: Routineuntersuchungen, Ultraschall oder das Wartezimmer lösen unerwartet Angst oder Erstarrung aus.
Es fehlen Worte und Raum: Häufig fehlen Zeit oder Sprache, um im medizinischen Kontext mitzuteilen, was gerade gebraucht wird.


Wir schaffen einen Rahmen für deine Selbstbestimmung, damit du dich gesehen und respektiert fühlst.
Bedürfnisse ohne Worte ausdrücken
Auch wenn Worte fehlen, Sprachbarrieren bestehen oder dir gerade alles zu viel ist, kannst du zeigen, was du brauchst.
Belastungen sicher sortieren
Du bekommst Raum, belastende Erfahrungen und Quellen von Sicherheit in Ruhe zu ordnen – mehrsprachig und in deinem Tempo.
Kontakte sicherer erleben
Dein Versorgungsteam erhält klare Hinweise, damit Begegnungen zugewandter sind und deine Grenzen besser anerkannt werden.
Deine Erfahrung hilft anderen und macht Versorgung besser. Anonym und in deinem Tempo.
Man sieht es niemandem an, was sie mitbringt. Traumainformierte Versorgung setzt deshalb nicht bei einzelnen Fällen an, sondern bei den Routinen, die für alle gelten. So wie Hygienestandards auch nicht davon abhängen, wer vor uns steht.
Belastungen bleiben unsichtbar: Vorerfahrungen zeigen sich im Praxisalltag selten offen. Verlässlich wirken deshalb nur Abläufe, die grundsätzlich sicher gestaltet sind.
Unsicherheit im Umgang: Oft ist spürbar, dass eine Situation angespannt ist, doch es fehlen Zeit und traumaspezifisches Wissen, um behutsam zu reagieren oder Retraumatisierungen vorzubeugen.
Lücken in der Prozesskette: Nicht alle Mitarbeitenden, etwa am Empfang, sind geschult, wodurch eine durchgängig traumainformierte Versorgung erschwert wird.


Sie begleiten Frauen in einem der verletzlichsten Momente. Wir geben Ihnen Haltung, Sprache und Werkzeuge dafür.
Emmi Care Karten: Ein Signalsystem für den Untersuchungs- und Behandlungsraum. Es macht besprechbar, was sonst unausgesprochen bleibt, und gibt dem Team konkrete Formulierungen an die Hand.
Akademie: Kurze, praxisnahe Trainings für das gesamte Team, von der Anmeldung bis zur Entlassung. Fundiert und alltagstauglich.
Netzwerk: Einrichtungen, die traumainformiert arbeiten, verbinden sich. Sichtbar für Team, Schwangere und zuweisende Stellen.
Wir starten dort, wo es im Versorgungsalltag wirkt: mit verständlichen Materialien, klaren Leitfäden und echten Geschichten.
Eine gemeinsame Sprache im Versorgungsalltag. Die Karten übersetzen traumainformierte Versorgung in konkrete Alltagssituationen und machen sie so besprechbar, verstehbar und trainierbar.
Traumainformiert handeln, fundiert und alltagstauglich. Kurze, praxisnahe Trainings verankern die Haltung im gesamten Team, von der Aufnahme bis zur Entlassung.
Angedacht ist ein digitaler, KI-gestützter „Übersetzer für Sicherheit“, der Belastungen und Ressourcen strukturiert erfasst und in konkrete, alltagstaugliche Handlungsempfehlungen für das Versorgungsteam übersetzt.
Wir entwickeln den Prototypen von Emmi Care in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit Betroffenen, Hebammen, ärztlichem Personal und psychosozialen Fachkräften weiter.
In einem Pilotprojekt erproben wir in Praxen und Kliniken die Alltagstauglichkeit, Akzeptanz und Wirkung von Emmi Care.

Wir laden interessierte Organisationen ein, diesen Weg mit uns zu gehen und das Pilotvorhaben mitzugestalten:

Erprobung mit Leitungs- und Stationsteams (inkl. IT & Datenschutz)

Zur frühzeitigen Erfassung und Begleitung psychosozialer Belastungen.

Partnerschaften mit Schwangerschafts-, Familien- oder Trauma-Beratungsstellen.

Expertise aus Psychotraumatologie, Public Health, Hebammenwissenschaft, Versorgungsforschung und KI.
Alle, die Schwangerschaft und Versorgung mitgestalten, sind eingeladen, Emmi Care kennenzulernen und mögliche Kooperationen oder Pilotvorhaben mit uns zu besprechen.
Wir freuen uns auf den Austausch:
Dr. Marta Caccamo
+43 677 63069417
Emmi Care ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Beschwerden wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder eine Notfallstelle. Materialien und Geschichten werden nur mit Einwilligung der beteiligten Personen und Partnerorganisationen veröffentlicht.
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